Familiensaga

homeZitat:
Hirsche, Hasen und Studenten leiden oft viel Ungemach.
Erstens laufen oft die Hunde, letzteren die Philister nach!
Breslau, den 25. März 1784
Zum freundschaflichen Andenken schrieb Fritz v. Blacha dies :
Gedenken Sie oft an den Montagianischen Klub.
Dies ist die Eintragung im Stammbuch des Johann Ephraim Puschmann, des späteren Pastors in Giehsmannsdorf Kreis Bunzlau,als er das letzte Jahr das Elisabeth-Gymnasium in Breslau besuchte und anschließend 1784 zum Studium nach Halle an der Saale ging.
Mit diesem Vorwort wollen wir, Johannes und Iris-Eva v. Blacha die Familiengeschichte und die Aufzeichnungen über die v. Blachasche Wappenkunde niederschreiben.
Durch  mühsame und langwierige Recherchen konnten wir das Werk endlich schreiben.
In erster Linie möchten wir denjenigen unseren herzlichsten Dank sagen, die durch unsere Anfragen das wertvolle Material für dieses Buch zur Verfügung gestellt
und uns übersandt haben. Leider ist es trotz intensiver Bemühungen nicht gelungen, das vollständige Material zusammenzutragen, da in den früheren Jahrhunderten die Eintragungen in den Kirchenbüchern nicht vollständig vorgenommen wurden. Auch nach Mitteilungen einiger Pfarrämter aus Oberschlesien ( z. b. Lubecko, Krs. Lublinitz ) sind die Kirchenbücher vor 1720 bei einem Großbrand restlos vernichtet worden. Schließlich wurde durch den zweiten Weltkrieg wertvolles Material an Kirchenbüchern, Gothaer Adelsbüchern usw. vernichtet.
Die bekanntesten Bibliotheken haben durch Kriegseinwirkungen sehr schwer gelitten. Auch trug die Vertreibung unserer  Landsleute aus  Ober -Schlesien dazu bei , daß wertvolle Unterlagen  entweder durch Plünderungen oder Feuer  vernichtet wurden.
Nach 1945 begannen Genealogen mit der Neugestaltung der Adelsgeschichten und Ahnenreihen. Viele Familiengeschichten und Ahnenreihen sind der Nachwelt somit wieder zugänglich gemacht worden. Wir hoffen und wünschen, daß unsere gesamte Verwandschaft dieses Buch einmal bekommen und lesen wird,  womit der Ursprung wieder lebendig wird, wo die Wurzeln dieses uralten Adelsgeschlechtes aufzufinden sind.
In diesem Sinne soll die Familiengeschichte entstehen, die Wappenkunde verständlich gemacht werden und im Anschluß daran folgt dann die Ahnenreihe.

I. ) Teil  :  Namen und Wappen
„  Sinapius“  Teil I  267 - 1720 die  von  Blacha
Früher ein gespaltener Schild, dessen rechte Seite rot , darinnen eine  weiße Lilie, der linke Teil silberrot, darinnen eine weiße Lilie. Zwischen diesen Lilien in der Mitte ein Pfeil, mit wechselnden Farben, halb rot im weißen, halb weiß im roten Felde.
Den Helm durchsticht ein roter Pfeil.
Singulare hoc, quod loco apicis utitur sagitta rubea, quae galeae non imponitur, sed eam oblique transverherat, ut Forte quod ex con Flictu talis aliquandoredirit.
Die Helmdecke weiß und rot, Vid Spever 3. Wappenbuch, P. 1. p. 59, woselbst, wie auch in Bruelia sie zu dem alten schlesischen Ritterstande v. g. Lucae in den Opplischen und Ratiborischen Fürstentümern gesetzt werden.
„  Sinapius“   Teil II pag. 528 anno 1728
Werden in des Freiherrn von Abschatz  Bardenliede mit dem Namen  „ P L A C H „
zu den alten Rittern der Quaden und Lygier gezählt . vid. operis hujus Ps. 1 pag. 1091 florierten sonderlich im Opplischen Fürstenthum. Insgleichen gehörte ihnen „ Lubie“ im Tostischen - Opplischen, daß sie als ihr Stammhaus erachten.

Über die Familie  v o n B l a c h a
schreibt  „Zedlitz“  Preuss. Adelslexikon I. Jahrgang 1830 Pf. 49 Seite 245 - 246:
Die Herren von Blacha
Sie gehören zu dem ältesten Adel des Herzogtums Schlesien und werden in dem Bardenliede der Freiherrn von Abschatz zu den alten Rittern der Quaden und Lygier gezählt.
In den alten Zeiten wurden sie „ Plach“ genannt.
Als Stammhaus wird „Lubie“  in der Freyen Standesherrschaft Beuthen bezeichnet.
Bem. Meyers Conv. Lexikon
„ Quaden“  mächtiger germanischer zum Suevischen Stamme gehöriges Volk, welches im heutigen Mähren wohnte. Es stand zu Marbots Zeiten im Bündnis mit den Römern, nahm aber 167 n. Chr. lebhaften Anteil an den Markomannen Kriegen.
Trotz des von M. Aurelius mit ihnen geschlossenen Friedens, blieben die Quaden Feinde der Römer, weshalb der genannte Kaiser an ihren Grenzen und in ihrem Lande selbst mehrere Castelle erbauen ließ. Commodus erneuerte 180 den Frieden mit ihnen; dennoch fielen sie später noch mehrere Male in Römische Gebiete ein. Gegen Ende des  vierten Jahrhunderts verschwinden sie aus der Geschichte.

Lygier ( Liegier ) suev. Volk im Osten Germaniens, welches mehrere Stämme umfaßte und in den Ebenen der oberen Oder und Weichsel wohnte.
Sie gehörten zum Völkerbunde Marbots, bedrängten 84 n. Chr. Die Quaden, verschwinden dann aber auch aus der Geschichte.
         Hans Asmus Freiherr von Abschatz
Dichter der zweiten schlesischen Schule, geb. 4. 2. 1646, gest. 22. 4. 1699. Hat sich unter den  Schlesiern durch Einfachheit ausgezeichnet. Gedichte / 704
Genealogisches Taschenbuch des Uradels Bd. I . Jahrgang 1891
erschienen Rudolfstadt Thür. pag. 57 - 66
von Blacha  ( und Lubie )
Katholisch ( ältere Linie ) und Lutherisch ( jüngere Linie ) Schlesien - Schlesischer Uradel
Aus diesem uralten oberschlesischen Adelsgeschlechte erscheint zuerst urkundlich Nikolaus Kopczensky „ Blacha“ genannt, auf Kopienic 1466, welchem  1477 vom Herzog Premislav von Auschwitz  - Tost das Gut  „Lubie“   verliehen wurde,  von welchem die Familie den Beinamen annahm.Im Laufe der folgenden vier  Jahrhunderte erwarb diese Familie reichen Großgrundbesitz in Schlesien. Bobrek b. Teschen, Ober Bögendorf b. Schweidnitz, Brande, Butzow, Dirschel, Dralin, Ellguth, Glinitz, Godow, Gohle, Golkowitz,
Guttentag ( 1648-1676 ) Jaschine, Kalinowitz, Kilbaschin (1630-1647), Ober Aschanna, Orzeche, Paulsdorf, Pawonka, Rybna, Seifersdorf, Strebitzko,Thule, Vorbrigen, Xiaslas und Zemos, welche jedoch nach und nach verloren gingen.
In verwandschafliche Beziehungen trat das Geschlecht durch Heiraten mit den ältesten und vornehmsten Adelsfamilien Schlesiens: Buchta (2x), Chambre´s (2x) Chokimirsky, Dubrowka, Geraitowsky, (2x) Grosciski (3x), Grottowsky (2x) Hohberg (2x) Jerin,  Jordan, Kamenic,   Keltsch,  Kiloch,  Koschembar (2x) Koschützky (2x) Koslowsky,  Krzydlowsky,  Larisch (3x)  Lassota,  Michko, Mikolowsky,  Navoy,  Nozz,  Ostrawsky,   Paczensky,  Tenczin (3x) Poser,  Prittwitz, von Gaffron u. Rippin (2x) Reisewitz,  Ronsik,  Rymultowsky und Kornik,  Salisch,  Schaffgotsch,  Scheliba,  Schimonski, Schweinichen, Skal,  Stillfried v. Ratenic,  Stryela,  Studnitz (2x),  Urbanowski, Wallhofen v. Mathias,  Warkosch,  Welczek (2x), Woisky,  Zagiek v. Hoczialkowicz,  Zedlitz (2x)
 Ziemiecki  u.a.m.
Vermerk:  Band 34, Seite 191 - 193,
„  Verein für Geschichte und Altherthum Schlesiens“
 
 

Herzog  Kasimir  von Auschwitz - Tost

Er hatte drei Söhne:  Wenzel, Przemko, Johann. Sie regierten gemeinschaftlich und weilten gelegentlich in Tost. Auf Wunsch der herzoglichen Brüder wurden  am  19. Januar 1445 die Ländereien Auschwitz, Tost und Zabor geteilt. ( Lehnurkunde II 588 ff. ) Bei der Teilung erhielt Przemko das Toster Gebiet als selbstständiges Herzogthum. Er schlug auf der Toster Burg seine Residenz auf, die er wie aus den Urkunden ersichtlich ist, nicht verliess. Es ist wohl möglich, daß er in der langen Regierungszeit von 1445-1484 eine neue Burg erbaute. Diese Annahme liegt nahe, da Tost in den Hussiten Kriegen zweimal verheert und dabei die Burg ohne Zweifel am meisten in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Die  Spuren der gotischen Baukunst, welche die Burgruinen noch heute aufweisen, beziehen sich auf das 15.  Jahrhundert, das bekanntlich an Kirchen und Provonbauten überaus reich war.
Im Allgemeinen blieb die Größe der Herrschaft Tost - Peis Kretscham durch Jahrhunderte gleich, es sind nur zwei Ausnahmen bekannt. 1477 wurde Gr. Lubie vom Herzog Przemko an Nikolaus v. Blacha ( Wenzel, Geschichte von Guttentag ) und  Gr. Zadsch an Jan Szaletzeki verkauft. ( Metrika parochiarum 1727  enthält eine Kopie des Verkaufes.)

Unter den Adeligen jener Zeit spielte   „Nikolaus - Rausch ( oder Ranisch) von Kopenic“  eine hervorragende Rolle als Starosta Tecsecky ( Hauptmann von Tost ).

O l i s l a v   v o n  K o p e n i c

2. Band Nürnberg 1854 - 1925  IV.  Der Adel der Österreichisch Ungarischen Monarchie Abt. 10. Der Mährische Adel. Herausgegeben: H. v. Kadisch u. C. Blacek. Nürnberg 1899 Text Seite 93 „ Olislav von Koppenik“ . Wohl aus Schlesien, wo Kopenic im Gleiwitzer Kreise gelegen ist - nach dem Mährischen gekommen. Zuerst erscheint in Mähren Georg Olislav v. K., 1613  Pfarrer in Hullein, 1615 in Nicolsburg und 1625 Probst im Kollegialstift daselbst. Nicolaus O. v. K. 1636 - 1638 bischöfl. Hauptmann der Herrschaft Kremsien, Georg Leopold O. v. K., Landesburggraf und 1655 – 1660 Kaiserlicher Rat und Vice - Landschreiber bei der Mährischen  Landfahne. Johann - Georg O. v. K.  (  gest. 1684 )  Kanonikus von Nicolsburg, dann : Pfarrer zu Aufzig und Namies. Adam - Karl O. v. K. erhielt am 2. 9. 1661 das  Mährische Inkolat erster Klasse, wurde kaiserlicher Rat,

Landrechtsbeisitzer  und Kreishauptmann zu Ungarisch  Gaischin ( 1674 - 1680 ), sowie Besitzer von Idislavic und Lobedau. Auch sein Sohn Nikolaus - Leopold war ebenfalls Kreishauptmann zu Hredschin
( 1703 - 1714 ) und erwarb 1710 das Gut Liptal. Dessen  minderjähriger Sohn  Leopold erbte den Besitz, wurde am 22. 8. 1741in den Böhmischen Grafenstand erhoben, starb aber als Letzter seines Geschlechtes 1750 , nach kinderloser Ehe mit
Maria – Theresia von Peterwalsky.
Dem Wappen nach zu urteilen Namensgenossen des Schlesischen Geschlechtes „ von Blacha“ deren Stammsitz  „ Lubie“  nicht weit von Kopenic gelegen ist. ( Tabl. 72 Nr. 10 )
W. Budwitz - Schlesien 1672
von Blacha: von ihnen zweigen sich die Kopcenski ab, die seit 1750 in der
preussischen Armee dienen.
Knetschke :  Deutsches Adelslexikon 1859
 Von Blacha :   altes schlesisches Adelsgeschlecht , welches früher  „Plach“  geschrieben wurde.  Als Stammhaus desselben nimmt  man  „Lubie“ im  Kreis Tost - Gleiwitz an , nach welchem Gute sich auch  mehrere nannten. Als nächstes erwarb die Familie Rybna im Kreise Beuthen, Gohle und Budzow im Kreise Rosenberg und auch andernorts Güter.

Friedrich v. Blacha, Herr auf Rybna, war 1720 Landrechtsbesitzer und Landschreiber der freien Standesherrschaft Beuthen. Zur selben Zeit lebte Samuel - Friedrich v. Blacha ,
Herr auf Gohle,  kk. Hauptmann,  der vier Söhne hatte:
Johann - Rudolf,  Carl - Friedrich, Franz - Ferdinand  und Leopold - Joseph.
Nikolaus v. Blacha  war 1728  Mundschenk von Fraustadt .
Im Laufe der Zeit hatte sich die Familie in zwei Linien, die katholische und die evangelische Linie gespalten. Aus der Katholischen Linie waren mehrere Prälaten,  Domherren  und  Kanoniker des Domstiftes St. Johannes und des Kollegialstiftes ad. St. Jakobum und Nikolaum zu Neisse hervorgegangen . Zu denselben gehörten  Carl - Wilhelm von Blacha und
Ernst - Carl von Blacha.
In diesem Jahrhundert ging die Anzahl der Sprossen des Geschlechtes stark zurück. Die evangelische Linie war 1836 nur auf Heinrich von Blacha zu Breslau beschränkt. Aus der katholischen Linie besaß Ernst v. Blacha die Güter Thule und Marienfeld im Kreise Rosenberg.
Carl v. Blacha besass Borkowitz im selben Kreis. Anton v. Blacha war nunmehr k. u. k. Leutnant.

Xerokopien über Namen und Wappen derer von Blacha und Lubie
übersandt von der bayrischen Staatsbibliothek München.
Blaha,  Michael  Wenzel,  Prager Rathsverwandter und sein Bruder Rafael, wurden im Jahr 1721 in den böhmischen Adelsstand erhoben. ( M. v. M. Erg 146 )
( Xerokopie aus: „ Hefner „ , Stammbuch des blühenden und verstorbenen Adels in Deutschland,  Bd. 1 Regensburg 1860 S. 129 )
B L A C H A  ( Dorst Schles. Wappb. nro 28. ) Nikolaus v. Blacha, 1728
Mundschenk von Fraustadt.
In Schlesien:  Bischofswalde ( Neisse ) 1847. Borkowitz ( Rosenberg ) 1830. / 1854 Thule ( ibd. )  1854.  Wittendorf 1847. ( Xerokopie aus:  Ledebur,  Adelslexikon der Ppreußischen  Monarchie  Bd. 3 / 1855 Berlin S. 202 )
B L A C H A  : eine ansehnliche adelige Familie in Schlesien, die im Opplischen Fürstentum die Rittergüter  L U B I E  als ihren Stamm - Sitz ( davon sich auch einige beygenahmet )
Paulowitz, Gohle, Bedzor u. a. m. von langen Zeiten an besessen. ( Sinapius )
Führet folgende davon aus den neueren Zeiten an. Samuel  Friedrich v. Blacha  auf Gohle,  kaiserl.  Hauptmann um das Jahr 1678 , der seinen Stamm mit vier Söhnen fortsetzte, nämlich : Johann  Rudolphen,  Carl  Friedrichen,  Franz  Ferdinanden und Leopold  Josephen.
Friedrich  Blacha von Lubie auf Rybna, der freien Standes – Herrschaft Beuthen
Land- Rechts- Beisitzern und Land- Schreibern ;
Moritzen  von  Blacha  auf Paulowitz, der nach Anfang dieses Seculi floriret.
Schles. Curios P. I p. 268 P. 2 p  528
( Xerokopie aus  „ Hanken“ genealogisch  hist. Adelslexikon 2. Teil S. 75 Leipzig 1747
B L A C H A :  ( silber und rot gespalten; in der Mitte ein Pfeil, zu beiden Seiten eine Lilie mit abwechselnden Farben.  Siebm. I 59 )
In Schlesien:  Bobreck ( Beuthen ) Bralin ( Wartenberg ) 1786. Budzow ( Rosenberg ). Gohle ( ibd. ) 1700. Jaschin ( ibd. ) 1752. Kalembitz ( Teschen ) 1738. Kobyllno ( Oppeln ) 1752.
1774 Kochanowitz ( Lublinitz ) 1798 ,1810 Lundsberg ( Rosenberg ) 1808  Liebsdorf
( Lublinitz ) 1804  Lissau ( ibd. ) 1804.  Lubie ( Tost-Gleiwitz ) Lublinitz 1804. Marienfeld
( Rosenberg ) 1830. Oscvhietzko ( ibd. ) 1774. Paulsdorf  (ibd.),  Pawonka ( Lublinitz ) 1752.  Rybna ( Beuthen ), Seibersdorf  ( Rybnick ) 1800. Simsdorf ( Trebnitz ) Steine ( Oels ) 1805. Stollarzowitz ( Beuthen ) 1752. Strebitzko ( Militsch ) 1790.  Thule ( Rosenberg )
1798  . / 1830 Wyssoka ( Gr. Strehlitz ) 1777.
(Xerokopie aus: Ledebur, Adelslexikon der Preussischen Monarchie Bd. 1 Berlin 1855 S. 69 )

Die von Blacha Ibid.   werden in des Freiherrn von Abschatz Bardenliede mit dem Namen
„ P L A C H“   zu den alten Rittern der Quaden und  Lygier gezählt,  vid.  Operis bujus  P. I. p.  109 I. florieren im Opplischen Fürstentum.  Es besitzt ( oder besaß ) Herr Moritz von Blacha einen Anteil von Paulowitz und Budzor im Rosenbergisch - Opplischen. Ingleichen gehöret ihnen  L u b i e  im Tostisch - Opplischen,  von dem sie sich als dem  Stamm – Hause schreiben. Herr  Samuel  Friedrich  von  Blacha  auf Gohle im Rosenbergisch - Opplischen,  kaiserl. Maj. Hauptmann, der im Ehestand mit Maria Helena, Caspari von Koschembahr lebte, gehörte ein Teil von  Gohle und Annae Rosinae von Prittwitz und Reppin Tochter, von der geboren: I. Herr Johannes Rudolphus von Blacha, trat anno 1710 in die Societ. Jes. II. Carolus Frericus, III. Franciscus Ferdinandus,  IV. Leopoldus Josephus. In der freien Standes - Herrschaft Beuthen ist in jetziger Zeit Herr Friedrich von Blacha  von Lub  auf Rybna,  Landrechts- Besitzer und Landschreiber der besagten Herrschaft und im  Teschnischen Herr Petrus Paulus von Blacha auf Bobreck bei Teschen, der mit einer von Cardinal und Wiedern verheiratet war.
Vor dieser Zeit besaß auch einer von Blacha einen Anteil an Simsdorff im Oelßnischen.
( Xerokopie aus: Sinapius a. a. O. Nr. 2 Leipzig 1720 S. 528- 529 ).

B L A C H A  (Tafel 114)
schlesischer Adel daselbst auch angesessen und auch in der Armee bedienstet.
W A P P E N:  gespalten von Silber und Rot  in jedem Feld eine Lilie in verschiedenen Farben, auf dem Spalt liegt ein Pfeil ebenso farblich unterschiedlich. Kleinod ( wenn man das so nennen kann ) : ein roter Pfeil, der durch die Helmspangen  vorne eindringt und hinter dem Helm wieder hervorkommt.
Decken:  rot  und silber. ( Xerokopie aus: Siebmacher, Wappenbuch III 1.
Der Adel des Königreiches Preussen Nürnberg 1857 S. 89. )
Blacha : einen von silber und rot in der Länge geteilten Schild, in welchem zwischen zwei Lilien ein aufwärts gerichteter Pfeil steht.  Die Wappenbilder haben des Schildes abwechselnde Tinkturen, dergestalt , daß der in der Mitte stehende Pfeil, rechts rot ,  links silbern, die Lilie im silbernen Feld rot, im roten Feld silbern ist. Den Helm durchsticht ein roter Pfeil, als Helm - Kleinod, der von  der linken Seite schräg hinauf zur rechten Seite, zwischen den beiden letzten Reifen des offenen Turnier - Helmes geht,  Helmdecken silbern und rot.
Schlesisch. Sinapius S. 267 Fürstens. W. B. I Ib. S. 59 N 11 Petschaft.
( Xerokopie aus: Meding Nachrichten von adligen Wappen Hamburg 1786, S. 55 )

Brief von Pfarrer  Lysik vom 17. Mai 1968  über die Chronik der Familie von Blacha in Thule  Krs.  Rosenberg - Kreuzburg.
....wir bekamen Einblick in die Pfarrchronik:  „Im Jahre 1714 kaufte Samuel Friedrich v. Blacha das Dorf  Thule  von Johann von Dombrowski aus Groß Lassowitz. Die Familie v. Blacha war sehr zahlreich und das Dorf übernahm eine Generation  von der anderen. Die Vornamen sind heute unbekannt, da in der damaligen Zeit nichts außergewöhnliches passierte. Der bekannteste der Familie  v. Blacha war Eduard v. Blacha, der Erbauer der Mater Dolorosa  Kirche  in Thule. Eduard von Blacha wurde am 11. 11. 1812 geboren, starb am  24. 4. 1860 und  wurde am  27. 4. 1860  in Thule,  in der Familiengruft , die noch heute existiert, begraben.  Sein Porträt hängt noch heute in der Pfarrei. Er war verheiratet mit
Berta von  Wallhofen, geboren 1819 ( ? ) in Laskowitz.  Sie starb am  12. 3. 1861 an Typhus. Sie hinterließ einen Sohn namens Emanuel und drei Töchter.
Wie kam nun  Eduard zum Kirchenbau in Thule?  Da die ersten drei Kinder Töchter waren, wurde Gott um einen Sohn und männlichen Erben gebeten, mit dem Versprechen , eine Kirche zu bauen, sollte diese Bitte erhört werden. Am 2. 3. 1847  kam der ersehnte Sohn zur Welt, starb aber bereits mit 16 ½  in Dijon  in Frankreich,  am 28. 9. 1863.

Der junge Gymnasiast wurde nach der Überführung am 5. 10. 1863 in der Familiengruft unter dem Presbytorium der Kirche in Thule beigesetzt.  Die Grundsteinlegung der Kirche fand am  18. Mai 1854 statt. Am  1. 7. 1867 verkaufte die Familie von Blacha das Dorf Thule an die Familie von Fürstenberg ! Auf den Namen  Blacha ( Blache,  Blach ) stießen wir mehrmals in den „ Visitationberichten  der Diözese Breslau Archidiakonat Oppeln, erster Teil“ , herausgegeben von  J. Jungnitz  Breslau 1904.  Es sind die Besuche von  1652,  1679,  1687  und 1688.  Ohne Vornamen treffen wir auf einen  Blach auf Seite 88 und 338, einen Boguslaus auf den Seiten 158, 165, 320, 496, 498, 499,  einen Friedrich auf Seite 59, einen Johann Georg auf Seite 418, einen Ladislaus auf Seite 46, einen Paul auf Seite 448 und einen Peter Paul auf Seite 449. Vielleicht ist es auch von Interesse, daß es eine“
Baron Tharoult von Blacha `sche  Armen - und Kranken - Stiftung  gab. Der Prokurator dieser Stiftung war im Jahre 1861 der Magister fabricae der Kathedral  Kirche zu Breslau
( aus dem Schematismus des Bistums Breslau für das Jahr 1861 ).
In Troppau / Opawa / im Archiv liegt ein Manuskript / Handschrift: Alte schlesische Familien.
Der Verfasser / Autor ist der verstorbene  tschechische Schriftsteller Josef Piln`acek.
 

Blaha von Lub,    ein altes schlesisches Geschlecht,  vom selben Blut und mit demselben Wappen wie die Wladyken / Ritter / Otislawen von Kopenitz. Die Blahen, falsch Blachen,  nannten sich nach  Luby  oder Luba  nördlich von Gleiwitz. Der älteste bekannte Stammvater ist Mikula´s  Kopcecky / Nikolaus Koptschetzky  genannt Blaha auf Kopenitz, der im Jahre 1477 vom Fürsten Premek von Osvetim / Ausschwitz in der Gegend von Toszek / Tost das Dorf Luba bekommen hat, vergl. Genealog. Taschenbuch Brünn 1891, S. 57, wo der Stammbaum  der  Blaha  von  Lub  dargestellt wird.
Die Oppeln - Ratiborer Landbücher führen 1527 Dorota Navojova´, Paul Blahas Witwe an, die  dann  Simon Cechovski heiratete / Ldb. 111.  Mikula´s  / Nikolaus / Blaha verschrieb 1539 in Luba die Mitgift seiner Ehefrau Anna,  Tochter des M. Doubravsky von Jaseni / Ldb. 310. / Kater´ina / Katharina / ,Tochter  des verstorbenen Johann des älteren Blaha von Lub,   die 1539 mit Vaclav / Wenzel / Zigota von Slupsko auf Blazejowitz  verheiratet war. Dieselbe hatte die Brüder Johann und Nikolaus  Blaha / Ldb. 311 /. 1580 verkaufte Vaclav /
Wenzel  / Blaha  von  Lub  den vom Vater geerbten Anteil in der Gegend  von  Pstiny / Pless / dem Kokoi.  / Ldb. 289 /. 1540 Johann Blaha  von  Lub zu Veleves bei Tost /
Ldb. 353 /.1589 Anna,  geb.  Dubravkova von Saseni,  Witwe von Nikolaus Blaha von Lub,  hatte zwei Töchter, Dorata und Salomena,

mit Nikolaus und Joachim  Kamensky von Swientochlowitz und zu Kamen verheiratet / Ldb. e 112 /. 1584 macht  Blaha von Lub „na Louce“ / ? zu Luba ? / einen Vertrag  und zwar einen Hof betreffend /  Pl. I G /.  1632 zu Wladislaw ist  Peter Pavel / Peter Paul / Blaha von Lub / Henkel  , Lehensträger, Chronik von  Loslau  II 45 /.  Dreslav im Tropauer Land kaufte nach dem Jahre 1613 Samuel Blaha von Lub, dem die Schweden Dreslav geplündert und verbrannt hatten.  Dreslav  erbten nach dessen Tode 1650 seine Söhne Erich  und Nikolaus  Rudolf.  Erich war mit Judita Alzbeta Lichnowska von Vostic / Judith  Elisabeth  Lichnowsky von  Woschtitz / verheiratet und hatte die Söhne  Friedrich  Leopold und Sindrich / Heinrich / Stanislaus , die Dreslaw vor 1671  erbten / Prasek, Top. 134 - 5, 468 /. Zukal G. S. führt an :  1629 Johann Georg Blaha zu Makov;  1612  Johann Georg und Samuel  Blaha,  Brüder zu Rybna ;  Friedrich  Blaha,  geb. 1585 zu Rybna ,  heiratete 1620 Lludmilla, Tochter des Johann  Buchta zu  Pusin;  derselbe kaufte Kosentin und Golejov.  Er hatte die Söhne  Karl Heinrich 1655 - 67 zu Dobroden und Bobuslav, 1672 zu Dobroden, mit Barbara... Lihova  von
Ruchov,  nach  Albrecht  Wenzel  Skrbensky von Hriste´ Witwe verheiratet,  welche 1677 zu Grezina lebte.  Heinrich  Stanislaus  Blaha zu Drslav,  1674 seine Ehefrau Eva Katharina , geb. Karasovska, dessen.
Onkel  Bohuslav  1675,  Jindrich  Starislav / Heinrich Stanislaus / 1676 auf der Flucht in Polen.
 Nikolaus Rudolf 1659 zu Draslav, mit Anna, geb. Skridlovska´ geheiratet /  1666 tot.  vgl. Loesch : zur  Gegenreform  in Schlesien,  Bd. I, S. 102 /, hatte eine Hälfte von Drslav, die andere besaß sein Bruder.  Jan Siri / Johann Georg / zu Rybna hatte 1620  einen Teil von Makov und war mit Dorota Strelova von Pilav verheiratet. Jan Siri / Johann Georg / 1678 zu Hnevosice, seine Gattin Salomene Schafgotsch.  Siri Stanislav / Georg Stanislaus / zu  Drslav, 1686 tot, die Witwe Eva Katerina von Haras, die 1688 gestorben ist.  Nikulas Rudolf, 1659  in Grossen Petrowvice durch einen Schuss von Wenzel  Suchdolsky verwundet,  starb am 15. November  1659.
Hedwica / Hedwig,  Jadwiga / Blaha, geb. Besova von Kolno und Ketzendorf, 1651 zu Makov / alles  Zuk. , G. 5. / . Stanislaus Blaha / nur / Stallmeister und Fendrich des Fürsten von Lichtenstein hat 1616 eine Widmung im Stammbuch des  Jesensky von  Jesens. Fol. 79. Das Geschlecht  Blaha von  Lubie  Führt an :  Häusler 122, Siebm. IV S. 7 mit Wappen, Sinap. I 267,  Dlabacz   Künstlerlexikon,  Hosak 798, 886,  918,  Zukal  Slezske Konfiskace. Die  Blaha von Lub leben wohl noch heute. Ihr Wappen ist allgemein bekannt, wie beschrieben. Das Wappen der bürgerlichen und in Blansko bei Brünn lebenden Familie Bla´ha in  Starom. rod 572 abgebildet.
Aus der tschechischen Literatur sind weitere Eintragungen mitgeteilt worden, welche über die Vorfahren derer von Blacha von Lubie wichtige Auskünfte geben. Ein sehr hilfsbereiter tschechischer Genealoge stellte uns folgende Aufzeichnung zur Verfügung.

Dawle bei Prag  12. November  1967
Sigismund III. 1587 König von Polen a. d. H. Wasa  geboren 20.6. 1566
I. Anna, Tochter des Erzherzogs Karl von Österreich geb. 31. 5. 1592
deren Schwester Konstanze geb. 11. 12. 1605 - gest. 30. 4. 1632
Sohn aus der I. Ehe: Wladislaw IV Sigismund folgt 1632 geb. 9. 6. 1595
geb. 11  / Laut Isenburg  „ Stammtafeln“ /.
Univ. Prof. Dr. Wlad. Dworzaczek aus Posen kennt in seinem Werk „  Genealogia“ Warszau 959nur: Stanislav Zolkiewski, Hauptmann und Kanzler, geboren 1550,  gestorben 1620, verheiratet 1589 mit Regina Herburtowna nata 1566 , mort 1626.
Tochter :  Zofia  Zolkiewska, nata 1590, mortua  1634, verheiratet 1605 mit
Jan Danilowicz, woj. ruski natus 1570, mortuus 1628.
Tochter : Teofila Danilowiczowna, nata 1607, mortus 1661 , verheiratet 1627 mit Jakob Sobieski, Kastellan Krakowski, natus 1580 , mortuus 1646, Vater des  Königs  Johann II. S O B I E S K I . Zu diesen Aufzeichnungen sei folgendes bemerkt :  In der Linie  Wilhelm,  Urban, Michael   Stefan  ( siehe VII die österreichische Linie 3 Zweig 3 Haus  Kochanowitz ) erscheinen die Eltern des Michael  Stefan von  Blacha  in dessen Geburtsurkunde als
 Elisäus von Blacha  und  Catharina Zolczenka. Letztere war die Tochter des polnischen  Kronhetmanns Zolkiewski. Diese Familie Zolkiewski  war eng mit dem polnischen Königshause  S O B I E S K I    verwandt. Hinzuzufügen wäre noch, daß  König  Johann  III Sobieski, geboren 1624 , gestorben 1696 , polnischer Nationalheld war. Er schlug die  Türken bei Wien am Kahlenberg. Leider konnten wir keine amtlichen Unterlagen über Aufzeichnungen der  Sobieski,  Zolkiewski  und Zolczenka erhalten. Wie schon im Vorwort erwähnt, müssen gerade diese für uns so wichtigen Dokumente vernichtet worden sein, oder sie lagern bei Genealogen, die in Polen leben, deren Namen uns aber leider unbekannt sind.
In den Archiven  Breslau,  Kattowitz,  Warschau,  Posen und auch in schwedischen Archiven,  die ebenfalls Aufzeichnungen über unsere Familie haben, konnte leider nichts  Positives in Erfahrung gebracht werden.
 
 
 
 

Abrißmeldung
Johann Franz von Maubeuge  X 1659  verheiratet mit Anna Maria von Blacha von Lupp  aus Borkendorf  Krs. Neisse. Dieses Gut kaufte er 1697.  Er starb 1698 als Wohlmerisateur fürstlicher Regierungsrat, beigesetzt in der Pfarrkirche St. Jakobus in Neisse.
Seiner Ehe entstammen vier Kinder.
Aus : Familiengeschichte derer von Koschützky
Marianne von Blacha und Lub aus dem Hause Rybna mit Christoph Heinrich von Koschitzky,
Herr auf Gr. Lagiwnik.
Die Sprossen der Familie  von Blacha  waren fast alle Landwirte, nur wenige spielten eine herausragende Rolle als Offizier oder im Staatsdienst. Unter Letzteren taten sich besonders hervor : „ Johann - Heinrich“ als Ritter des Ordens „ pour le merite“  und „ Peter - Paul“  als Landeshauptmann von Losslau.  Darüber wird später noch  ausführlich berichtet, ebenso über die geistigen Würdenträger der Familie, wie „ Carl - Wilhelm“ als Prälat ad St. Johann in Breslau, welcher auch das Familienstipendium derer von Blacha ins Leben rief.
Genealoge Kurt Puschmann, Regierungsrat a. D.
75 Karlsruhe - Durlach  Gritznerstrasse 6 ,  teilte  uns in seinem Brief vom 16. 12. 1968 u. a. folgendes mit :
Im   D H B  Nr. 20 f  1912 Seite 466  Anmerkung zu Familie Zimmermann.
Karh Heinrich von Goseycki  , geb..... , gest..... ,  vor 1783 auf Osieczko,
verheiratet  mit Elisabeth  von Blacha,  war 1783 auf Skalmag  b. Konstadt  /  Schlesien.  Deren Sohn :  Karl  Gottlieb  von Goseycki, ergl.   1752 gestorben  Buschdorf bei  Pietschen O / S 13. 9. 1791, 1781 Junker im Husaren  Regiment zu  Brieg / Schlesien,  kaufte  am
1. 1. 1775  das Gut Lagiewnik b. Lublinitz  O / S  mit Vorwerk Schaftrift,   24. 3. 1789 das Rittergut  Golkowitz b. Pietschen  O / S / 24. 2. 1791 Rittergut  Bischdorf  Schirokau b. Lublinitz  I. Freiin von Chambres von Clta usw.
Ferner macht Herr Puschmann folgenden interessanten Hinweis :
In der Kurpfalz sollen von  Blacha - v. Geyersberg  im 18. Jahrhundert höhere Ämter innegehabt haben,  wie mir aus genealogischen Kreisen gesagt wurde.

Ahnenreihe von  Johanna von Blacha, vermählte Klausa.
Prosper Caesar Columnes kam anno 900 aus Italien nach Litauen.
Unter diesen Nachkommen wurde  Ludorerus als  Stammvater des allgemeinen Geschlechtes
 „ pro Sticepe commune „  ni der Sapichenischen Familie angenommen.

2.  Olygardus, Großherzog in Lithauen , gestorben 1382  - sein Sohn hieß  Jagulla  und wurde  König  von  Polen . ( Geschlecht der Jagellanen  ) . Nachkommen der heiligen St. Hedwig,
Herzogin von Schlesien.  „Lucardus“ ,  der Ursprung der noch  florierenden Fürsten  Lacyusky. Luterus,  König von Lithauen,  seine Gemahlin war  Mendoga Viterius
( erbaute das Schloß Gedenia an der preussischen Grenze,) gestorben 1315.
1. Gemahlin  „ Addo“  aus dem Geschlecht der Woyhruter,
2. Gemahlin eine  samogische Herzogin vom  Wikischem  Geschlecht GADIMUS,
Herzog von Lithauen,  die Gemahlin aus dem  Herzoglichen Hause derer von „ Hippoantauren“  Gadimus,  baute die Stadt Vilna und Troko  ( er zeugte sieben Söhne ) und wurde von den Kreuzherren anno 1329 getötet.
Mariandus , Herzog zu  „ Poiso“ , Gemahlin und Tochter des Königs und Enkelin des ordentlichen Kaisers Adronici Paladoge, lebte 1341
Mariandus Vetuis oder Peniganto erhielt den  christlichen Namen „Sapieha“
Gemahlin aus dem herzoglichen Geschlecht derer  Von Damandus, gestorben anno 1380
Punigo  oder  Luniga.  Er nahm die christliche Religion an, bekam den Namen „ Simeon“, in den  Privilegien  heißt er auch  „Sapiezsy“
1. Gemahlin aus dem Hause  „ Pasca“
2. Gemahlin  Annastasia,  Tochter des Herzogs  Itleyno, der fünf Söhne hatte.
Beydamus  Sapieha  Stammvater der  Serevianischen  Linie Feldherr  und Herzog der Serevien und  Woywode  von  Smolensk.  Er starb in der Preussischen Gefangenschaft.
Gemahlin :  Maria , Herzogin und Erlens von Perevien.
Theodor  Fürst  Sapieha , welchen die Moscowiter seines mütterlichen Erbrechtes beraubten,  ihm aber dafür das Herzogtum  Krzuczomano gaben.
Gemahlin  Uliana,  Herzogin  Liecowska  oder  Lubonizky.
Johann  Peter  Fürst  Sapieha  ,  Staroß von Uriat und Riga .
Paul  Fürst  Sapieha ,  Kastellan zu Kiew 1601 Gemahlin :  Anna  Chod.  Kiewitzky
#Johann  Peter  Fürst  Sapieha  Staroß von Urial und Riga , gestorben 1612.
Gemahlin :  Erneste  Woeyheer
Paul  Johann  Fürst  Sapieha ,  Feldherr von Lithauen.
1. Gemahlin :  Fürstin  Sapieha ,  geb.  Ziennowska
2. Gemahlin :  Anna  von  Kope ,  gestorben  1661
Franziskus  Fürst  Sapieha,   Gemahlin : Anna  Fürstin  Lubomorsky
Johann  Casimir  Fürst  Sapieha ,   Feldherr von Lithauen , Generalfeldmarschall von Rußland .
Ritter des  „ St. Andreas - Ordens“ , gestorben  1730
Gemahlin : Ludowica  Opaluisky , Vater Woeywo de in Lenze`k 1730
Tochter :  Catharina  Fürstin  Sapieha , geboren  2. 9.  1715,
gestorben 2. 3. 1799 in  Freylan / Schlesien.
Gemahl :  Albert  Paul  Ziwny  von Lilienhoff ,  gestorben 1794
( von Lil genannt von  Maria Theresia  von Österreich und von Friedrich I.
König von Preussen anerkannt )
2. Söhne : 1.) Xaver  Ignatz von  Lil.  Zwowitzky /Gemahlin :  Valeska von Wolf
2. )  Johann  Benjamin von  Lil.  Zwowitzky
Tochter :  Gottliebe  Elfriede von  Lilienhoff  -  Zwowitzky
Gemahl :  Ernst  Franz  Ignatz  Julius  von Blacha
4 Kinder :  Johanna , Jenny genannt,  Paul von Blacha Marie , Elisabeth.
Paul von Blacha,  Gemahlin :  Marie  von  Woikowsky - Biedau
3 Kinder :   Ernst,  Marita,  Elfriede .
Von Lilienhoff - Adelstein war der ältere Bruder von Xaver Ignatz.
( In der Ahnenreihe der Thuler Linie ist dieses ausführlich  geschildert.)
 

Nachweis der  XVII  Generationen  von  1466 - 1903
der hochwohlgeborenen  Herren von Blacha et Lub.  Von Nikolaus bis Ernst,
bearbeitet von Ernst von  Woikowsky – Biedau  aus Oberglogau O / S

I.  Nikolaus  Kopczenski,  Blacha  genannt ,  1466  wahrscheinlich auf Kopienitz angesessen . ( Urkunde des Herzogs Conrad von Cosel Beuthen . )
1477 erhielt er Gr. Lubie  vom Herzog Primislaw von Ausschwitz Tost.
Das Geschlecht schreibt sich fortan von diesem Stammsitz „ et Lub“.
II:  Paul, Erbe des Nikolaus,  erwirbt 1516  Przychowska,  hierzu kommen Rybna  und  Langendorf.  Pauls Tochter Barbara heiratet 1553 den Peter von Koschialkowitz .
Rybna war verkauft für Georg Laut Urban Beuthen  1532 und Johann Georg
bekam Langendorf.  III.  Johann  auf  Rybna er starb 1580,  vermählt mit Sophie von Geralkowsky  / O. Schlesien.  Er gab dem Sohn Nikolaus II   Klein Lubie, dem Johannes  Langendorf und behält für sich selbst  Rybna. Johann hatte noch  zwei  Töchter und einen Sohn. Anna, vermählt mit  Philipp von  Hally  Anni,  vermählt mit  Wenzel  von  Koschembar
Catharina , vermählt mit  Johann  Pange Georg,  welcher 1555 starb.

IV. Nikolaus II.   Sohn des Johannes, vermählt mit Anna ,
Tochter des  Nikolaus  Dubrowka von  Saschinitz, auf  Jaschine,  anno 1572 verkaufte Valentin  A. Jaschine. 1540 schenkte Nikolaus seiner Gemahlin  300 Duc , 1539 kaufte er  Anteil  von Johann   Gr. Lubie.  1587 wurde ihm ein Sohn geboren,
Nikolaus III. ,  später ein Sohn  namens  Wenzel.
Ferner sind von  Nikolaus II.  folgende Geschwister :
a) Helene,  vermählt mit  Georg  von Paczenski
b) Anna,  vermählt mit  Wladislaus  von Welczek , gestorben 1531
c) Dorothe ,  vermählt 1530 mit Georg  von  Nowag  auf Dolna
d) Magdalene ,  vermählt mit Andreas von Mikolkensky, gestorben 1582
V Johann jun. gab seinen Anteil  von Lubie  seinem Bruder , dessen Sohn  Johannes III.  heiratete  1570   Margarete von Mischkowska.
VI.  Nikolaus III.  verkaufte das väterliche Gut Krzynoslas dem
Johann  Kokors auf Kamminietz  bei Peiskretscham. 1597  war er alleiniger Besitzer.
Bruder Wenzel  war verheiratet mit  Ursula von Poser.
 

VII.  Johann  Georg ,  Landeshauptmann   von Beuthen  O. Schlesien heiratete  Dorothea  Strzela  Obrawec von Obrowitz ,  Witwe des Caspars von Beeß , auf  Krawarn  Mackau.
VIII.  Friedrich ,  geboren  13. 3. 1539  auf Brande,  gestorben 1585,
verheiratet mit Ludmilla von Buchta 1579 ? Er hatte vier Söhne .
Söhne :
a)  Boguslav erhielt  Guttenberg , heiratete Barbara Schelcher von Schelika ( aus Grzensin )
b)  Carl  Heinrich  c)  Georg  Friedrich d)  Hermann, verheiratet mit Helene von Buchta.
1685 war ein  von  Blacha  mit Salomena  von Schaffgotsch   verheiratet,  Tochter des  Georg  von  Schaffgotsch  auf  Schreibendorf bei Ratibor  O. / Schlesien. 1688  lebten drei Brüder.
a)  Wladislaus,  heiratete  Anna  Maria  von Larisch
b)  Ludwig
IX .  Hans Georg    1679 - 1684  auf Zwoos,  dann aus dem Freihause von Ratibor
- vermählt mit  Elisabeth  von  Markos,  kaufte 1699 den uralten Stammsitz  L u b y e  wieder.
X . Hans Georg  , Sohn  Carl  Moritz  1719 - 1734  blieb auf Lubye bis  1734.
XI . : Samuel  Friedrich  auf  „Jaschine“,  vermählt das erste Mal mit Maria  Helene ,
Tochter  des Caspars  von Koschembar ,

das  zweite Mal mit Anna  Rosina  von  Prittwitz  von  Gaffron.
XII. Carl Friedrich,  1728 - 1752  erwarb Kobylno,   pachtete  Alt - Karmonkav,
 Radlau  Holengin,  Kaiserlich  Königlich ; später Preußischer  Landrat,  heiratete  3. 9. 1731  Anna Juliane von Hohberg , geboren  1710 , gestorben  1774,  Carl  Friedrich,  geb. 1696 , gestorben 1772 .
XIII. Carl  Friedrich  Ernst  auf Thule ,  geboren 1731,  Landesältester  von  Rosenberg
 / O. Schlesien , seine Gemahlin war Maria - Anna von Faldern.
Leopold  von  Blacha ,  vermählt mit  Leopoldine  von Gerini.
Kinder :  Maria  Anna  von  Blacha ,  vermählt mit Anton von  Roczess.
XIV .  Carl  Ernst  auf  Strebitzko,  vermählt mit  Agnes – Dorothe- Caroline-  Clara –
Theresia , geboren 1780 , Tochter des königlich  polnischen  Kapitäns :
Friedrich  Johann Nepomuk  Anton  Ignatz  Judas  Thaddäus  von  Lilienhoff  von Adelstein  auf  Strebitzko,  Jankowo  und Dasau  und seiner Gemahlin Eleonore  von  Bachstein  und  Frankendorf.
XV .  Ernst  von  Blacha  zu  Jaschine ,  geboren 11. 2. 1807 zu Thule, gestorben  20. 11. 1882 ,  verheiratet mit  Bianka  Köster.  2. Ehefrau :  Elfriede  von  Lilienhoff  Zwowitzky.

XVI .  Paul  Julius  Ernst  Adam  von Blacha  , verheiratet mit Marie Wilhelmine
von  Woikowsky - Biedau,  auf Schloss  Pohlsdorf / Schlesien.
Sohn :  Ernst , geboren 3. 4. 1890 zu Jaschine.

Stammhaus Linie  I

Samuel  von  Blacha
 mit  Salomena  von  Schaffgotsch

Nachkommen  des  Samuel  von  Blacha
u. d.
Salomena  von  Schaffgotsch
 

Nikolaus  Rudolf  von Blacha
Anna  von  Kordawska Erich  von  Blacha
Judith  Elisabeth
 von  Lichnowski  -  Nostitz
Geschwister

Samuel  Friedrich  von  Blacha
Maria  Helene  von  Koschembar Anna  Maria  von Blacha  Lupp
Johann  Ritter  von Maubeuge
geb.  1659,  gest.  6. 1. 1638

Carl  Friedrich  von Blacha
geb.  1696 ,  gest.  1772
verh.  m. :  Anna  Juliane
von  Hohberg,  geb.  1710
gest.  1774
verh.  3. 9. 1731  Leopold  von  Blacha
verh. m. :
Leopoldine  von  Gerini

Carl  Ernst  von Blacha
geb.  22. 6. 1777
gest.  4. 11. 1828
verh.  m. :  Agnes  Luise
von  Lilienhoff  Adelstein
geb.  22. 1. 1750
gest.  2. 2. 1831 Maria  Anna  von  Blacha
verh.  m. :
Franz  Anton  von  Roczess
 
 
 

Wie schon erwähnt, dienten viele  der  Herren  von Blacha  von Lubie  im Preussischen Heere.  Durch die Liebenswürdigkeit  des Herrn  Grafen Henckel  von  Donnersmarck  wurde uns nachfolgendes Bild zur Verfügung gestellt.
Eine nähere Erklärung zu diesem wohl einmaligen Traditionsbild konnten wir leider nicht erhalten.
Es ist uns aber gelungen,  durch freundliche  Unterstützung des Bundesarchives  und Militärarchiv  über weitere  Herren von Blacha von Lubie , die in  Preussischen  Regimentern gedient haben ,  Informationen  einzuholen. Wie uns das Militärarchiv  Freiburg
am 10. Juni 1969  mitteilte,  sind die Akten  des preussischen  Heeres 1945 in Potsdam  verbrannt worden  und mußten sich bei der

Nachforschung auf gedruckte  Quellen beschränken.
Die hier aufgestellten Ranglisten der  preussischenArmee ( ohne Angaben von Vornamen ) haben eine Lücke von  1807 - 1816 die dann folgenden Bände  kein alphabetisches  Namensregister.  In der Liste von  1806 sind folgende  von Blacha `s   aufgeführt :
Von  Blacha ,  Prem. - Lt.  im Regiment   Pirch , Nr. 22 ( Stargard, Köslin )  1814 Kapitän   im 9. Schlesischen Ldw.  Infanterie  Regiment gestorben.
Von  Blacha  Prem. - Leutnant  im  Regiment  Malschitzky, Nr. 28 ( Brieg, Münsterberg )  1825 gestorben.  1820 Major im  15.  Garnisons  Batallion.
Von  Blacha  Prem. - Lt.   im Regiment  Holtzendorff   Kürassier.
Nr. 9  ( Oppeln , Falkenberg , Krappitz , Neustadt )
1814  Kapitän im 12. Schlesischen  Ldw.  Infanterie  Regiment, als Major  mit Pension ausgeschieden.
Von Blacha  Sec. - Leutnant  in der  Oberschlesischen  Füsilier  Brigade 1806  ernannt,
1815  im 23. Infanterie  Regiment gebliehen.
Von Blacha  Sec. - Leutnant  und Adjutant  im Regiment  Towarzysc,
 

Nr. 9  ( Tykoczyn,  Zabludow , Radzions , Lomza , Biezon,  Wizna, Bransk,  Ostrolenka,  Knyszyn,  Gonionds, ) 1820  aggr. Obersti  2. Husaren  Regiment,  gestorben ?

Ausklang
Mit der Familiengeschichte ,  Wappen und  Ahnenreihe  haben wir versucht , das Leben und Walten der ehrenvollen Familie von  Blacha  von Lubie  zu schildern.
Noch  heute zeugen , wenn auch in den abgetrennten Gebieten von Oberschlesien
und in Polen , die alten Traditionen  unserer  Vorfahren, wenn sie auch von den jetzigen Machthabern zum größten Teil außer Acht gelassen werden.
Wenn auch die alte Standestradition erloschen ist , so möge sie doch wenigstens  in den Herzen all derer fortleben,  die den Namen von  Blacha  tragen .
Familiengeschichte , Wappen  und  Ahnenreihe sollten vielleicht einmal als Buch veröffentlicht werden!

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